Kräuter-Frauen benutzen seit jeher einfache Mittel aus der Natur, um den Körper zu stärken, zu reinigen und wieder in Balance zu bringen. Eines dieser besonderen Naturgeschenke ist Kräutersalz mit Blüten vom Löwenzahn.
Wenn im Frühling die Wiesen in leuchtendem Gelb erstrahlen, beginnt die Zeit des Löwenzahns. Er wächst kraftvoll, unbeirrbar und voller Lebenskraft. Genau diese Qualität trägt er auch in sich.
Gesammelt werden die Blüten am besten an einem sonnigen Vormittag, wenn sie weit geöffnet sind. Wichtig ist ein sauberer Standort fern von Straßen und belasteten Flächen. Die gelben Blütenblätter werden vorsichtig herausgezupft, die grünen Anteile entfernt, da sie stärker bitter schmecken.
Für das Kräutersalz werden die frischen Blüten mit naturbelassenem Salz vermischt zum Beispiel Meersalz oder Steinsalz. Bewährt hat sich ein Verhältnis von einem Teil Blüten zu zwei bis drei Teilen Salz. Anschließend wird alles gemörsert oder fein gemixt, bis eine aromatische Mischung entsteht.
Diese Masse wird dünn auf einem Blech ausgestrichen und langsam getrocknet – entweder an der Luft oder bei niedriger Temperatur im Ofen. Danach wird das fertige Salz in Gläser abgefüllt. Nach Wunsch können weitere Kräuter ergänzt werden, etwa Brennnessel, Petersilie oder Rosmarin.
Doch dieses Salz ist weit mehr als nur ein Gewürz.
Kräuter-Frauen benutzen solche Mischungen traditionell zur sanften Unterstützung des Körpers. Der Löwenzahn ist seit langer Zeit bekannt für seine anregende Wirkung auf Verdauung, Leber und Stoffwechsel. Er wird geschätzt, wenn es darum geht, den Organismus zu begleiten, Altes loszulassen und neue Kraft aufzubauen.
Gerade im Frühjahr passt er wunderbar in eine Zeit des Neubeginns. Viele Menschen empfinden ihn als Pflanze der Reinigung, Klärung und inneren Erneuerung.
Auch auf feinstofflicher Ebene wird dem Löwenzahn eine besondere Qualität zugeschrieben. Er steht für Aufrichtung, Mut und das Lösen von Schwere. Seine sonnengelbe Farbe erinnert an Licht, Lebensfreude und neue Energie.
Verwendet wird das Kräutersalz über Salaten, Gemüse, Kartoffeln oder auf einem Butterbrot. Am besten erst nach dem Kochen darüberstreuen, damit Aroma und feine Pflanzenkraft erhalten bleiben.
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