Der Bereich rund um den Galataturm fühlt sich an wie ein Herzschlag der Stadt. Schon beim Näherkommen verdichtet sich das Leben. Stimmen überlagern sich, Schritte hallen über Stein und Musik klingt aus offenen Türen. Über allem liegt diese unruhige, zugleich faszinierende Energie, die so typisch für Istanbul ist. Der Turm selbst steht ruhig inmitten dieses Stroms, ein stiller Zeuge aus byzantinischer und genuesischer Zeit, der seit Jahrhunderten auf dieselben Dächer, dieselben Wege und doch immer neue Generationen von Menschen blickt. Von hier führt der Weg fast selbstverständlich in die Istiklal-Straße, jene lange Fußgängerzone, die wie ein lebendiger Fluss durch das Viertel zieht. Menschen aus aller Welt bewegen sich nebeneinander, Schaufenster leuchten, Straßenbahnen klingeln sich langsam ihren Weg frei, und aus kleinen Cafés strömt der Duft von Kaffee und süßem Gebäck. Nichts wirkt hier still, und doch entsteht gerade im dichten Gedränge ein Gefühl von Gegenwart so als würde sich das Leben in jedem Augenblick neu zeigen. Zwischen den großen Fassaden öffnen sich immer wieder schmale Seitengassen. Dort wird es ruhiger und persönlicher. Kleine Läden, Werkstätten, alte Hauseingänge erzählen von einem Istanbul jenseits der großen Ströme. Diese Nähe von laut und leise, von Bewegung und Rückzug gehört zum Wesen der Stadt und macht ihren besonderen Rhythmus aus. Der Weg hinab Richtung Galatabrücke verändert die Stimmung erneut. Hier öffnet sich der Blick zum Wasser, und mit ihm kommt Weite in das Erleben. Angler stehen dicht nebeneinander am Geländer, geduldig, schweigend, während unter ihnen Schiffe zwischen Goldenem Horn und Bosporus hindurchgleiten. Möwen kreisen im Wind, Stimmen tragen weiter, und plötzlich wirkt die große Stadt leichter, atmender. Am Hafen von Karaköy treffen schließlich viele Welten zusammen. Fähren legen an, Menschen eilen über Stege, Händler bieten Tee an, Reisende kommen und gehen. Von hier aus breitet sich Istanbul in alle Richtungen aus, zur historischen Altstadt mit ihren Moscheen und Palästen, hinüber zur asiatischen Seite, hinaus auf das offene Meer. Bewegung scheint hier nicht Ausnahme, sondern Grundzustand zu sein.
Am Hafen von Karaköy treffen schließlich viele Welten zusammen. Fähren legen an, Menschen eilen über Stege, Händler bieten Tee an, Reisende kommen und gehen. Von hier aus breitet sich Istanbul in alle Richtungen aus – zur historischen Altstadt mit ihren Moscheen und Palästen, hinüber zur asiatischen Seite, hinaus auf das offene Meer. Bewegung scheint hier nicht Ausnahme, sondern Grundzustand zu sein. Mitten in diesem lebendigen Strom fanden wir direkt am Wasser einen besonders schönen Platz, schlicht und doch voller Atmosphäre. Dort saßen wir selbst, blickten auf die vorbeiziehenden Schiffe und ließen uns frischen Fisch servieren, der einfach und zugleich köstlich schmeckte. Alles wirkte ruhig und gelöst, als würde die Zeit für einen Moment langsamer fließen. Die Nähe zum Wasser, das leise Stimmengewirr der Menschen und die warme, entspannte Stimmung machten diesen Augenblick zu etwas Besonderem. Rund um den Galataturm zeigt sich Istanbul in seiner ganzen Wahrheit, laut und still zugleich, alt und gegenwärtig, voller Menschen und doch voller persönlicher Momente. Ein Ort, an dem Wege beginnen, sich kreuzen und weiterführen immer begleitet vom Wasser, das die Stadt trägt.
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