Newsletter für den April 2026

Der April 2026 ist ein Monat des deutlichen Erwachens. Die Natur steht nicht mehr am Anfang, sie ist bereits mitten im Aufbruch. Knospen öffnen sich, das Licht gewinnt an Kraft, und auch innerlich wird spürbar, jetzt geht es nicht mehr nur um Vorbereitung, sondern um Bewegung, Entscheidung und Wachstum.

Vollmond und Portaltage

Am 2. April 2026 erleben wir einen Vollmond, der stark in die Übergangszeit hineinwirkt. Kurz zuvor, am 29. März, fand die Umstellung auf die Sommerzeit statt, ein Eingriff in den natürlichen Rhythmus. Er macht viele Menschen sensibler, unruhiger und auch erschöpfter. Der Vollmond verstärkt diese Übergangsqualität. Schlaf und Träume können intensiver sein, alte Themen melden sich noch einmal, um gesehen und abgeschlossen zu werden. Es ist eine gute Zeit, bewusst langsamer zu werden und dem eigenen Rhythmus Raum zu geben.

Die ersten drei Tage des Monats, der 1., 2. und 3. April gelten als Portaltage. Diese Tage werden als besonders dicht erlebt. Gedanken, Gefühle und innere Prozesse verdichten sich und vieles lässt sich nicht mehr verdrängen. Diese Phase kann herausfordernd sein, birgt aber großes Transformationspotenzial. Innere Klärung, bewusste Rituale, Meditation oder stille Zeit unterstützen dabei, diese Energien gut zu integrieren. Weniger tun und mehr wahrnehmen ist hier der Schlüssel.

Neumond und das Holz-Element

Am 17. April 2026 folgt der Neumond. er öffnet ein neues inneres Feld. Er fühlst dich ruhiger, klarer und geerdeter als noch im März. Jetzt geht es darum, die Frühlingsenergie gezielt zu bündeln. Was in den letzten Wochen innerlich gereift ist, darf nun bewusst ausgerichtet werden. nicht aus druck heraus, sondern aus innerer Stimmigkeit.

Aus Sicht der traditionellen chinesischen Medizin steht der April vollständig im Zeichen des Holz-Elements. Der Frühling gehört zu Leber und Gallenblase. Diese Organe stehen nicht nur für körperliche Entgiftung, sondern auch für Vision, Entscheidungsfähigkeit, Flexibilität und Mut. Wenn die Leber-Energie frei fließt, entsteht Tatkraft und Kreativität. Bei Stagnation zeigen sich oft Reizbarkeit, innere Unruhe, Erschöpfung oder das Gefühl, festzustecken. Hier kann eine viszerale Organbehandlung weiterhelfen.

Bewegung, Ernährung und emotionale Klärung

Bewegung ist im April besonders wichtig. Spaziergänge in der Natur, sanftes dehnen, bewusste Atmung, Reiki oder Qi-gong helfen, den Energiefluss zu aktivieren. Auch Ordnung im außen wirkt entlastend auf das Innere. Ein Frühjahrsputz im Haus wie im eigenen Leben unterstützt die Holz-Energie und schafft Raum für Neues.

Die Ernährung darf jetzt leichter werden. Grünes Gemüse, Wildkräuter wie Bärlauch, Löwenzahn und Kresse, Sprossen sowie leicht saure Komponenten wie Zitrone oder Apfelessig unterstützen die Leber. Gedünstete oder sanft gekochte Speisen sind oft besser verträglich als rohe Kost. Zu schwere, fettige oder stark verarbeitete Lebensmittel können den Energiefluss hingegen bremsen.

Der April bringt zudem eine emotionale Klärung mit sich. Themen, die im Winter überdeckt waren, werden deutlicher. Beziehungen, Bedürfnisse und Grenzen zeigen sich klarer. Diese Zeit fordert Ehrlichkeit mit sich selbst und mit anderen. Nicht alles muss sofort gelöst werden, aber vieles möchte benannt werden.

Neue Projekte und Seminare im April

Auch ganz praktisch ist der April eine gute Zeit für neue Projekte. Ideen, die tragfähig sind, beginnen jetzt Wurzeln zu schlagen. Gleichzeitig zeigt sich, was nicht weiter wachsen möchte. Flexibilität ist entscheidend wie ein junger Zweig, der sich im Wind bewegt, ohne zu brechen.

In diesen frühlingshaften Aufbruch fügen sich auch die Seminare im April:

Zum Abschluss eine Geschichte, die die Energie dieses Monats trägt

In einem kleinen Dorf lebte ein alter Gärtner, der für seine Geduld bekannt war. Während andere den Winter nutzten, um Pläne zu machen oder auf bessere Zeiten zu warten, ging er bereits sehr früh im Jahr hinaus auf sein Land. Noch lag Raureif auf der Erde, die Bäume waren kahl, und der Wind trug die Kälte des Winters in sich. Nichts deutete darauf hin, dass der Frühling schon nahe war.

Der Gärtner begann trotzdem, den Boden zu lockern. Mit langsamen, gleichmäßigen Bewegungen arbeitete er die Erde, entfernte alte Wurzeln, trockene Blätter und das, was den Winter nicht überstanden hatte. Er sprach dabei nicht, er eilte nicht, und er erklärte sich niemandem.

Die Menschen im Dorf beobachteten ihn mit Verwunderung. Einige schüttelten den Kopf. „Es ist zu früh“, sagten sie. „Noch wächst nichts. Warum diese Mühe?“ Andere meinten, er verschwende seine Kraft, solange die Erde noch kalt sei.

Als man ihn schließlich darauf ansprach, lächelte der Gärtner nur und sagte:
„Die Erde hört früher zu, als ihr denkt.“

Tag für Tag kehrte er zurück. Manchmal schien es, als würde er nur dastehen, die Hände in der Erde, den Blick ruhig auf den Boden gerichtet. An anderen Tagen arbeitete er weiter, löste Verdichtungen, ließ Luft und Licht an Stellen, die lange verschlossen gewesen waren. Er wusste, dass Samen nur dort keimen können, wo Raum entstanden ist.

Die Wochen vergingen, und noch immer war kaum etwas zu sehen. Doch eines Morgens, ganz leise und unscheinbar, zeigte sich ein erstes Grün. Nicht dort, wo man es erwartet hätte, sondern an einer Stelle, die besonders sorgfältig vorbereitet worden war. 

Der Gärtner kniete sich hin und betrachtete es lange. Er berührte die junge Pflanze nicht. Er wusste, dass Wachstum Zeit braucht und dass zu viel Eingreifen schadet. Stattdessen stand er auf, richtete sich zur Sonne und atmete tief ein.

Als die Dorfbewohner das erste Grün entdeckten, erinnerten sie sich an seine Worte. Manche begannen, selbst aufzuräumen, loszulassen, Platz zu schaffen nicht nur im Garten, sondern auch in ihrem Leben.

Der Gärtner aber arbeitete weiter, ruhig und beständig. Er wusste, der Frühling kommt nicht plötzlich. Er antwortet auf das, was zuvor in Stille vorbereitet wurde.

Und so lehrt der April jedes Jahr aufs Neue,
Wachstum beginnt nicht im Sichtbaren, sondern im Vertrauen.
Nicht im Drängen, sondern im Raumlassen.
Nicht im Lärm, sondern im stillen Ja zum Neuen.

Der April lädt dazu ein, dem eigenen inneren Rhythmus zu vertrauen. Nicht alles muss sofort sichtbar sein, nicht jeder Schritt braucht eine klare Richtung. Manches darf reifen, im Verborgenen wachsen und sich erst zeigen, wenn die Zeit dafür wirklich stimmig ist.

Wie die Natur erinnert auch dieser Monat daran, dass echtes Wachstum aus Geduld, Klarheit und innerem Raum entsteht. Wer bereit ist loszulassen, schafft Platz für Neues. Wer zuhört, erkennt die leisen Signale. Und wer sich bewegt, bleibt im Fluss.

Ich freue mich sehr darauf, dich in dieser besonderen Frühlingszeit in meinen Seminaren begleiten zu dürfen und gemeinsam Räume für Heilung, Bewusstsein und Entwicklung zu öffnen.

Herzlich
Gabriele Baum